Gemeinschaftssinn beeindruckte
Minister Hans-Artur Bauckhage besuchte die Schwerpunktgemeinde Rotenhain - Sein Eindruck: "Das hört sich alles gut an!"
Sichtlich beeindruckt zeigte sich Minister Hans-Artur Bauckhage bei seinem Besuch in Rotenhain: "Ihr Dorf ist auf gutem Weg. Es war richtig, den Ort als Schwerpunktgemeinde auszuwählen."
Von Angela Baumeier (RZ 11.11.1999)
ROTENHAIN. Einen herzlichen Empfang bereiteten die Bürger von Rotenhain dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, der sich in ihrem Ort über den Stand und Perspektiven der Dorferneuerung informieren wollte. Die Ortsgemeinde war im Mai als Schwerpunktgemeinde anerkannt worden. Diese Nachricht sei damals "wie eine Bombe eingeschlagen", bekannte Ortsbürgermeister Hubertus Limbach.

Besonders beeindruckt war der Minister vom großen Gemeinschaftssinn, der sich auch in der regen Beteiligung vieler Rotenhainer beim Rundgang zeige. "Wir brauchen die Identifikation der Bürger mit der Gemeinde, so wie sie hier zu spüren ist", erklärte Bauckhage. Gerade der Verein "Historica", der sich an den Ausgrabungen der historischen Burganlage beteilige, sei ein gutes Beispiel dafür. Archäologe Marc-Anton André stellte das Projekt vor. Das Denkmal, so Bauckhage, könnte mit dazu beitragen, eine sanfte Tourismusentwicklung einzuleiten. Auch der nahe gelegene "Stöffel" böte dazu gute Perspektiven, von denen auch Rotenhain profitieren könne.

Alle Altersgruppen und Vereine in die Entwicklung einzubeziehen, darum kümmert sich auch Diplom-Geograph Markus Kunz (Hachenburg), der die Dorfmoderation übernommen hat. "Es macht hier Spaß. Die Gemeinde fängt auf einem hohen Niveau an, da ist Power dahinter", erklärte Kunz.

Der Dorfrundgang führte an der Kirche vorbei zur schmucken Blockhütte, die mit gastlich gedeckten Tischen zum Verweilen einlud. Eine Einladung, der auch Landrat Peter Paul Weinert, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Bernhard Nink, der erste Beigeordnete der VG, Helmut Schönberger, sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens folgten.

Dabei sagte der Minister Unterstützung für ein Projekt zu: Zwischen Rotenhain und Todtenberg ist eine Kinder-, Jugend- und Freizeitanlage geplant. Ein Jugendhaus in Holzbauweise, ein Spiel- und Festplatz und ein naturnaher Abenteuerspielplatz sollen entstehen. "Besonders hat mich der Eigenleistungsanteil von rund 30 Prozent überzeugt", so Bauckhage.
Am Samstag, 13. November, beginnt um 14 Uhr im katholischen Pfarrsaal die erste "Rotenhainer Jugendwerkstatt" mit Dorfmoderator Markus Kunz.